Dezember - Pressestimme zum Weihnachtskonzert in Nottuln

Presseartikel über das BMV-Konzert in Nottuln, erschienen in den Westfälischen Nachrichten vom 21.12.2015 unter dem Titel "Das Vertrauen gerechtfertigt"

Nottuln - Langanhaltender Beifall in der St.-Martinus-Kirche. Er galt dem Haupt- und dem Jugendorchester der Blasmusikvereinigung Nottuln. Das BMV-Weihnachtskonzert begeisterte die Menschen.

Der gute Ruf ist den Musikerinnen und Musikern der Blasmusikvereinigung Nottuln (BMV) und ihrem Jugendorchester zweifellos vorausgeeilt. Denn wie schon bei früheren Weihnachtskonzerten war die Pfarrkirche St. Martinus am Sonntagabend voll besetzt. In den Bänken und Gängen Angehörige und Freunde, vor allem aber die Liebhaber großer symphonischer Blasmusik. Und keiner wurde enttäuscht.

Auch Josef Heeg aus Waldbüttelbrunn wurde nicht enttäuscht. Von ihm erzählte Pfarrdechant Norbert Caßens in seiner besinnlichen Einstimmung. Caßens, der sich wieder über das BMV-Konzert in der Pfarrkirche freute und schon ganz gespannt war, schilderte, wie Heeg, ein pensionierter Lehrer, drei Rumänen, die eine Autopanne hatten, seinen eigenen Wagen lieh, damit diese zu Weihnachten ihre Familien besuchen konnten, und lediglich bat, den Wagen spätestens am 10. Januar zurückzubringen. Und tatsächlich stand am 10. Januar um 10 Uhr der Wagen wieder vor der Tür. Dechant Caßens: „Josef Heeg sagt heute, da sei er doch überrascht gewesen: Er hatte mit der Rückkehr seines Wagens erst gegen Nachmittag gerechnet.“

Eine schöne Einstimmung für ein Konzert, dessen Programm Vertrauen in die Weihnachtsbotschaft ausdrückte. Was Dirigent Martin Schlömer mit seinen beiden Orchestern einstudiert hatte, erfüllte nicht nur das gewaltige Kirchenschiff vom Altar bis in den Turm mit brausender Klangfülle, sondern vor allem die Herzen der zunehmend begeisterten Zuhörer. Das zeigte der steigende Applaus nach jeder Darbietung. Dieser galt nicht nur den Orchestern, sondern auch dem Dirigenten selbst.

Beide Orchester hatten ihr Repertoire während langer Probestunden mit ungewöhnlichen Kompositionen ausgestattet. Die „Großen“ unter anderem mit Arrangements von Philip Sparke („A Christmas Processional“) und Paul Lavenders („Carol of the Drum“). Ein Genuss war auch Karel Svobodas Filmmusik aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Hier gab es einen Sonderapplaus für die beiden Blockflötistinnen Mechtild Henke und Maria Bröker, die das musikalische Thema dieser wunderbaren Komposition spielten.

Die Jugend bot neben dem „Christmas Concerto Number 3“, für das Robert W. Smith drei Weihnachtslieder in einem neuen Arrangement verknüpft hat, mit den Highlights aus „Frozen“ auch Filmmusik.

Beide Orchester bezauberten mit melodischem Gleichklang sowie großer Präzision. Folgten exakt jeder Handbewegung ihres Dirigenten. Martin Schlömer war jederzeit Herr im Chorraum. Auch bei einem der musikalischen Höhepunkte dieses beeindruckenden Konzertabends, während der Aufführung von Steven Bryants bekanntester symphonischer Komposition „Dusk“, was auf Deutsch übersetzt „Abenddämmerung“ bedeutet. Hier vor allem lohnte es sich, der Aufforderung von Jan-Philip Pöter, der als Moderator durch den Abend führte, zu folgen, die Augen zu schließen und nur zu hören.

Langanhaltender Beifall am Ende des Konzertes zeigte, dem Publikum hat es wieder einmal gefallen. Auch Dirigent Martin Schlömer war zufrieden, gab seinen Musikern das „Daumen hoch“-Zeichen, applaudierte ihnen.

Glücklicherweise hatten Haupt- und Jugendorchester der Blasmusikvereinigung noch zwei Zugaben vorbereitet, darunter auch das beliebte „White Christmas“ von Bing Crosby.

►  Für alle, die das Konzert der Nottulner Blasmusikvereinigung am Sonntag verpasst haben, gibt es noch am 3. Januar (Sonntag) eine Gelegenheit, das Orchester zu hören. Dann spielt die BMV ihr Weihnachtskonzert in der Jakobikirche in Coesfeld, Beginn ist um 17 Uhr.

Von Dieter Klein, WN

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