Dezember - Pressebericht zum Weihnachtskonzert in Nottuln

Pressebericht zum Weihnachtskonzert der BMV in Nottuln aus den Westfälischen Nachrichten vom 20.12.2016

Nottuln - Haupt- und Jugendorchester der Blasmusikvereinigung Nottuln haben am Sonntag begeisterten Applaus geerntet. Das große Weihnachtskonzert war wieder ein musikalischer Volltreffer.

Das große Weihnachtskonzert der Blasmusikvereinigung (BMV) Nottuln und des dazu gehörenden Jugendorchesters genießt seit vielen Jahren hohe Wertschätzung. Verdientermaßen. Auch in diesem Jahr mobilisierte das Konzert die Bürger. Aus allen Ortsteilen waren die Musikfreunde am Sonntag in die St.-Martinus-Kirche gekommen. Die übervolle Kirche bildete eine beeindruckende Kulisse für ein beeindruckendes Konzert.

Moderiert von Jan-Philipp Pöter, der die ausgesuchten Werke dem Publikum kurz vorstellte, präsentierten Haupt- und Jugendorchester ein Konzertprogramm mit vielen bekannten Melodien, mal getragen und klassisch, mal rockig und modern.

Martin Schlömer, der musikalische Leiter beider Orchester, war in seinem Element. Wo zum Beispiel Arrangeur David Shaffer für „The night before Christmas“ mit erkennbarem Vergnügen die musikalische Macht gleich von vier klassischen Weihnachtsstücken miteinander verkuppelt hatte, setzte Schlömer noch einen drauf. Einem entfesselten Energiebündel gleich trieb er die einzelnen Blechregister zu einem wahren symphonischen Rausch.

Fantastisch auch der „St. Thomas Choral“ des Komponisten Pavel Stanek. Dabei gelang es den Nottulner Musikern, in ihrer Kirche den wunderbar gefühlvollen Klang zu treffen, den Stanek eigentlich in seiner Heimatkirche, der Thomaskirche in Prag, hören wollte.

Schmunzelnd registrierten die längst elektrisierten Kirchenbesucher, dass der Nachwuchs im Jugendorchester ewig junge und doch unverwechselbare Kompositionen einstudiert hatte: Ob „A rocking Christmas“, „Feliz Navidad oder Rolf Zuckowskis „Weihnachtsbäckerei“ – stimmungsvoll bereicherte das Jugendorchester das Konzert und bewies, dass Rock und Weihnachten durchaus miteinander harmonieren.

Ein weiterer Glanzpunkt kam, als das Hauptorchester der BMV mit „Hallelujah“ an den erst kürzlich verstorbenen Künstler Leonard Cohen erinnerte. Eindrucksvoll verstärkt durch Posaunistin Dana Lange, die als Solistin bewies, dass sie neben ihrer instrumentalen Talente auch noch eine blendende Gesangsstimme besitzt.

Viel zu schnell verging vielen die Zeit. Den lang anhaltenden Beifall hatten sich alle Musikerinnen und Musiker von Haupt- und Jugendorchester verdient. Ein besonderer Dank ging an Pfarrdechant Norbert Caßens (seiner besinnlichen Zwischentexte wegen), an die Dozenten Frank Schmittkamp und Heinz Schaffeld im Hintergrund sowie nicht zuletzt an Dana Lange und den musikalischen Leiter Martin Schlömer. Erst nach einigen Zugaben entließ das Publikum die Orchester.

Wer das Konzert in Nottuln verpasst hat, kann es in Coesfeld nachholen. Haupt- und Jugendorchester der BMV wiederholen das Konzert am 8. Januar um 17 Uhr in der Jakobikirche Coesfeld.

Auf noch mehr Musik dürfen sich die Bürger im kommenden Jahr freuen. 2017 begeht die Blasmusikvereinigung ihr 125-jähriges Bestehen. Das wird natürlich gefeiert – unter anderem mit einer ganzen Reihe von öffentlichen Auftritten.

Von Dieter Klein, WN

Dezember - Ankündigung Weihnachtskonzerte

Presseankündigung der BMV-Weihnachtskonzerte

Nottuln - Die beiden Weihnachtskonzerte, zu denen die Blasmusikvereinigung Nottuln einlädt, stehen unmittelbar bevor. Bereits am kommenden Wochenende gastieren die Musiker mit einem neuen Programm in der Nottulner Pfarrkirche. Aktuell wird noch fleißig geprobt an den Stücken für die nächsten großen Auftritte, doch schon in wenigen Tagen sollten Takte und Tempi stimmen.
Am vierten Adventssonntag (18. Dezember) sind die Instrumentalisten dort um 17 Uhr zu sehen und zu hören. Am 8. Januar (Sonntag) wird das Programm dann noch einmal in der Jakobikirche in Coesfeld zu erleben sein. Beginn dort ist ebenfalls um 17 Uhr.

Dargeboten wird an beiden Tagen eine Stückfolge, die jeweils rund eine Stunde lang weihnachtliche Melodien und andere besinnliche Stücke verspricht. „Lassen Sie sich in der oftmals hektischen Zeit rund um das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel an diesen Nachmittag zumindest für eine Stunde mit stimmungsvoller Musik hinweg von der Alltagshektik und hinein in eine musikalisch-harmonische Atmosphäre entführen“, so die Einladung der Musiker.

Der Eintritt ist sowohl in Nottuln wie auch in Coesfeld frei.

Dezember - Ankündigung Schülervorspiel

Presseartikel zur Ankündigung des BMV-Schülernachmittags am 11.12.2016 im Nottulner Gymnasium:

Nottuln. Sein musikalisches Können präsentiert der Nachwuchs der Blasmusikvereinigung Nottuln (BMV) am dritten Adventssonntag (11. Dezember). Um 15:30 Uhr beginnt im Forum des Gymnasiums ein adventlicher Vorspielnachmittag, zu dem die jungen Musikerinnen und Musiker neben ihren Eltern, Geschwistern, Großeltern oder Freunden auch alle anderen Interessierten ganz herzlich einladen.

Das abwechslungsreiche Programm beinhaltet vorweihnachtliche, moderne und klassische Werke und beginnt zunächst mit einem Auftritt der knapp 25 Blockflötenschüler. Diese sammeln derzeit in den Reihen des Vereins in drei Gruppen ihre ersten musikalischen Erfahrungen. Genau wie sie dürften auch die Jungen und Mädchen des in diesem Jahr neu gegründeten Vorstufenensembles ein wenig Lampenfieber haben. Dem Vorstufenensemble, in dem der Vereinsnachwuchs seine ersten Erfahrungen im Zusammenspiel erprobt, gehören rund 15 jener Kinder und Jugendlichen an, die derzeit in der BMV ein Holz-, Blech- oder Schlaginstrument erlernen. Sie und andere Jungen und Mädchen werden im Lauf des Nachmittags außerdem noch in weiteren Einzel- oder Gruppenvorspielen zu sehen und vor allem zu hören sein. Zum Abschluss des rund eineinhalbstündigen Programms spielt schließlich das Jugendorchester der BMV.

Darüber hinaus besteht an diesem Tag die Möglichkeit, mit den Verantwortlichen des Vereins in Kontakt zu treten. Gerne geben diese Auskunft zur Gliederung des Musikvereins, zur Bandbreite der zu erlernenden Instrumente und natürlich zur musikalischen Ausbildung.

Doch selbst wenn man nicht gleich ein Instrument erlernen möchte: Die Möglichkeit, bei Kerzenschein und Gebäck einen gemütlichen Adventsnachmittag zu verbringen, dürfte das Vorspiel des Musikernachwuchses immer bieten. Für das leibliche Wohl der hoffentlich zahlreichen Besucher ist mit Kaffee, Plätzchen und gekühlten Getränken gesorgt. Der Eintritt ist wie schon in den Vorjahren wieder frei.

Übrigens: Musikinteressierte sollten sich auch den 18. Dezember vormerken. An diesem Tag spielen die Musiker der BMV und des Jugendorchesters der BMV ihr traditionelles Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche St. Martin. Konzertbeginn ist um 17 Uhr, der Eintritt ebenfalls frei.

www.bmv-nottuln.de

Dezember - Hoffnungsvoller Nachwuchs

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 13.12.2016 über den Nachwuchs-Nachmittag der BMV:

Nottuln - Noch sind sie auf dem Sprung zu einer Musikerkarriere, aber schon geben sie ein Konzert und begeistern ihre Eltern, Geschwister und Freunde: Die Jungmusiker der BMV luden zum Vorspiel ein.

Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Die Meister von morgen, Schülerinnen und Schüler der Blasmusikvereinigung (BMV) Nottuln, zeigten jetzt, was sie können – und begeisterten. Wobei die angekündigte „Musik zur Adventszeit“ zum Beispiel mit „John Brown‘s Body“ auch schon mal andere als weihnachtliche Klänge bot.
Gut vorbereitet aber waren die Nachwuchsmusiker auf jeden Fall, sodass Michael Denter als charmant plaudernder Moderator es relativ leicht hatte, ihnen und ihren Lehrerinnen und Lehrern die Nervosität zu nehmen. Wenn auch manches vielleichtnoch nicht hundertprozentig klappte, so konnten letztendlich doch alle beweisen, wie fleißig sie geübt hatten.
So etwa die Blockflötenspieler von Bettina Lackmann. Bezaubernd wurde das „Backe, backe, Kuchen“ intoniert von Frida Artmann, Yara Suwelack und Marit Gesmann. Und weil es viele „Blockflöten“ gab, dauerte es, bis Luca Wensing, Laura Wensing, Paula Frieling, Marie Hullerum, Marie Rabert, Victoria Thiemann und Malin Rademacher alle ihre Weihnachtslieder vorgetragen hatten.

Bei den Posaunen kam Frank Schmittkamp mit Laura Frye-Welp als einziger Schülerin in den Genuss des Beifalls. Bei den Saxofonen von Ulrike Gerlach waren es immerhin schon zwei. Und bei den Klarinetten, die sich Altmeister Heinz Schaffeld persönlich vorgenommen hatte, glänzten gar schon vier kleine Nachwuchskünstler. Danach kamen noch die Querflöten von Rustem Sakhabiev, die Trompeter mit Norbert Frye-Welp und immerhin sogar sechs Nachwuchs-Percussionisten, die Wolfgang Fuchs auf die Bühne begleitete.
Einen Höhepunkt im Programm stellte aber BMV-Dirigent Martin Schlömer selbst vor: ein völlig neu konzipiertes Vorstufen-Ensemble. Neun junge, vielversprechende Musikkinder, auf dem Weg, eines Tages im Jugendorchester mitspielen zu dürfen.
Und dessen beeindruckendes Kurzkonzert – mit dem flotten „In der Weihnachtsbäckerei“ – machte wohl den musikalischen Minis deutlich, dass es nach Weihnachten wieder heißen wird: „Üben, üben, üben!“

Von Dieter Klein, WN

Oktober: BMV in Berlin – eine Stadt voller Geschichte

Nottuln/Berlin - Auf Einladung von MdB Karl Schiewerling besuchten Mitglieder von Blasmusikvereinigung und Bürgerbus-Verein die Bundeshauptstadt Berlin. Im Bundesverteidigungsministerium erlebten die Nottulner die wohl schärfsten Sicherheitsbestimmungen ihres Lebens.

Wenn einer eine Reise tut, kann er viel erzählen. Wenn aber – wie in dieser Woche – gleich 50 Männer und Frauen eine Reise tun, dann brummt sogar der Bär. In diesem Fall der „Berliner Bär“. Und der war den Gästen aus dem Münsterland, den Mitgliedern der Nottulner Blasmusikvereinigung (BMV) und den Mitgliedern des Bürgerbus-Vereins Baumberge (Nottuln/Havixbeck) – sehr gesonnen.

Vier Tage lang war die Gruppe in der Bundeshauptstadt Berlin. Es war sicher eine der letzten großen Gruppenreisen, organisiert vom Bundespresseamt (BPA), die es dem Nottulner Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling ermöglichte, Bürgerinnen und Bürger aus dem Münsterland mit der Abgeordnetenarbeit in der Bundeshauptstadt zu konfrontieren. So freute er sich: „Dass ich ausgerechnet jetzt noch einmal eine Reisegruppe mit Menschen begrüßen darf, denen es selbst Freude bereitet, andere mit Musik zu erfreuen, und mit Ehrenamtlichen, die sich zum Nutzen ihrer Mitmenschen in den Dienst stellen, ist schon toll.“

Ein dicht gepacktes Besuchsprogramm brachte die Gäste aus den Baumbergen mit dem wechselvollen Schicksal Berlins in Berührung. Thematisch war nahezu alles dabei: von den kurfürstlichen Glanzzeiten in Potsdam, über die menschenverachtenden Gräueltaten der Nazis bis zu den fatalen Auswirkungen der DDR-Herrschaft. Nirgendwo anders als in Berlin trifft man auf diese historische Dichte.

Überall, wo sie auftraten, wurden die Nottulner herzlich aufgenommen, prächtig unterhalten und köstlich bewirtet. So fragte schon der Gästeführer beim Besuch im Plenarsaal des Bundestages die Menge: „Wo sitzen denn die Blasmusiker? Oder besser: Wo haben sie denn ihre Instrumente?“ Nun die hatten nicht ins Gepäckfach des Reisebusses gepasst.

Wenig später im Verteidigungsministerium (BMV) erinnerten sich die Nottulner Musiker belustigt daran, dass ihnen ausgerechnet dieses Ministerium seinerzeit die Web-Seite „BMV“ wegen Eigennutzung gestrichen hatte.

Was beim Verteidigungsministerium besonders auffiel, waren die sehr scharfen Sicherheitsmaßnahmen. So mussten nicht nur Taschen und Jacken abgegeben werden, sondern selbst Hosengürtel und Geldbörsen mussten die Röntgen-Scanner durchlaufen. Terrorangst. Selbst der allgegenwärtige Berliner Bär an der Wache trug Bundeswehrtarnfarben im Pelz.

Vergnügen verbreitete der vom Bundespresseamt bestellte Reiseführer Marcel. Denn während die Spitze vom „Alex“ die meiste Zeit die tiefhängenden Regenwolken kitzelte, redete sich der „Junge vom Prenzlauer Berg“ mit seiner typischen Berliner Kodderschnauze schnell in die Herzen der Münsterländer. Vor einer der in Berlin allgegenwärtigen Baustellen meinte er: „Komisch. Hier war doch die polnische Botschaft. Wo habn‘se die denn hinjebracht?“ Und beim zu DDR-Zeiten benutzten „Haus der Statistik“ spöttelte er: „Wofür die det mal jebraucht haben, wees ick och nicht.“

Ansonsten aber erfuhren die Nottulner so ziemlich alles. Bestaunten die bunt besprayten Mauerreste. Sahen vor Ort den bezaubernden Wechsel des einstmals verrufenen Kreuzbergs zu einem heute multikulturellen „In“- Wohngebiet, wo inzwischen 184 Nationen Wohnungen bezogen haben. Die dagegen immer noch hässlichen, kilometerlangen Fronten der Plattenbauten erklärte der Stadtführer als ‚kategorisches‘ Wunschdenkmal der DDR-Gewaltigen. „Wenn de Jenossen sagten: det is schön, hatte det schön zu sein!“ Und unverkennbar sarkastisch: „Berlin hat viele Füchse. Wenn se letzte Nach keenen überfahr‘n haben, sojar noch 2300 Stück. Aber auch 7000 Obdachlose. Deprimierend.“

Die defekte Schuldenuhr am Haus des „Bundes der Steuerzahler“ stimmte ihn dann wieder fröhlich: „Endlich ist Deutschland schuldenfrei. Die schreiben schwarze Zahlen. Toll was?“

Die kurfürstliche Pracht in Potsdam und der sozialistische „Alltag in der DDR“ im Museum der Kulturbrauerei am Prenzlauer Berg sorgten für ein echtes Kontrastprogramm. Für Nachdenklichkeit sorgte auch der fast schon desillusionierende Einblick in den durchschnittlichen 14-Stunden-Arbeitstag des Nottulner Bundestagsabgeordneten. Karl Schiewerling, der auch arbeits- und sozialpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist, war am Vorabend noch in Coesfeld gewesen. Am nächsten Vormittag wieder zurück im Berliner Büro, empfing der die Gäste aus Baumbergen. Am gleichen Abend dann wieder zurück zu einem Termin in Dülmen.

Niemand mochte mit ihm tauschen wollen. Einhelliges Kopfschütteln: „Einmal Berlin – schön! Aber auch nur ohne eigenen Wagen. Denn Parkplätze sind selten.“ So verstanden die Münsterländer auch, warum ihr Bundestagsabgeordneter immer mit dem Fahrrad zu den Sitzungen ins Plenum fährt. Aber nicht mehr lange. Im Herbst 2017 endet die Abgeordnetentätigkeit von Karl Schiewerling.

Wieder ganz zurück in Nottuln, wollen ihm die Blasmusiker ein privates Konzert geben: „Als kleines Dankeschön für diese Reise.“

Von Dieter Klein, WN

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