Januar - Umjubeltes Weihnachtskonzert der Blasmusikvereinigung in der Pfarrkirche St. Martinus

Presseartikel aus den Westfälischen Nachrichten vom 02.01.2012 zum Weihnachtskonzert der BMV

Nottuln -  Das Weihnachtskonzert der Blasmusikvereinigung (BMV) Nottuln sorgte einmal mehr für riesige Begeisterung. Schon nach dem ersten Stück, Bruckners „Hymn of Praise“, klatschten, pfiffen und trampelten die Besucher in der voll besetzten St.-Martinus-Kirche. Und Pfarrdechant Norbert Caßens, der in seiner kurzen Begrüßung mit Blick auf den Stern über der Krippe aus einem Gedicht zitiert hatte: „Den Stern lob ich, der einem Kind zulieb, die alte Ordnung sprengt“, strahlte vor Begeisterung: „Wir erleben eine Sternstunde. Und ich hoffe und wünsche uns für das neue Jahr noch viele Sternstunden wie diese!“

Die steigerte sich weiter. Denn mit „Silva Nigra“, einem Werk, in dem der Komponist Markus Götz Szenen aus dem Schwarzwald in Musik umsetzt, füllte das große, knapp 60-köpfige BMV-Ensemble unter Leitung von Heinrich Schaffeld den Kirchenraum mit unglaublich fein nuancierten Klängen. Da erlebten die gebannt lauschenden Kirchenbesucher den erwachenden Tag in seiner majestätischen Stille, die Nebelvorhänge, wie sie sich aus den Tannen heben, eine Wanderung und eine Begegnung am Kloster sowie schließlich den Besuch auf dem Rossfest in filigraner Schönheit.

Und dann bot das Jugendorchester der BMV ein weiteres Klangerlebnis: Nach dem Liebes-Thema aus „The Godfather“ entfalteten die jungen Musiker bei der dreisätzigen Komposition „Songs of Africa“ mit der eingearbeiteten südafrikanischen Hymne „Nkosi Sikelel‘ iAfrika“ die ganze Pracht der rhythmisch geheimnisvollen Musik des „Schwarzen Kontinents“. Auf die vielen Zugabe-Rufe hin spielten sie „Feliz Navidad“. Und viele in den Bänken sangen mit: „I wanna wish you a merry Christmas from the bottom of my heart.“

Spätestens bei Kurt Sorbons „Wintermärchen“ vergaßen dann auch die letzten Besucher dieses sonntagabendlichen Orchester-Vergnügens die triste Nässe draußen. Und mit Blick auf die große Krippe im Hintergrund ließ Heinrich Schaffeld seine Musiker das Weihnachtslied „Once in Royal David’s City“ intonieren.

Eigentlich sollte mit dem Wiegenlied von Johannes Brahms, „A Child’s Lullaby“, Schluss sein mit diesem großartigen Start ins Jahr 2012. Doch die Begeisterung, die vom Orchester zum Publikum und von diesem zurückschwappte sowie die tosende, und doch lupenreine Musik, die durch das Kirchengewölbe brauste, ermunterten zu mehr. Wie zum Beispiel zu dem berühmten „Winterwonderland“ (Felix Bernard), das sich manch einer sicher als Kulisse für den Heimweg gewünscht hätte . . .
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