Mai - Viel Arbeit für das Schlagwerk bei "The Spirit of Africa"

Presseartikel aus den Westfälischen Nachrichten vom 07. Mai über das BMV-Konzert "The Spirit of Africa", welches gleichzeitig das letzte Konzert von Dirigent Heinz Schaffeld war.

Nottuln - „Welch ein tolles Ereignis“, freute sich Bürgermeister Peter Amadeus Schneider am Samstagabend mit der Blasmusikvereinigung Nottuln über die mit rund 450 Besuchern sehr gut gefüllte Mehrzweckhalle des Gymnasiums.


Alle hatten sich vom großen Konzert unter dem Motto „The Spirit of Africa“ anlocken lassen und genossen das abwechslungsreiche Programm, das ihnen die Instrumentalisten des Jugend- und des Hauptorchesters der BMV gemeinsam mit dem Chor „Da Capo“ aus Darup in der ideenreich dekorierten Halle präsentierten.
Michael Denter begleitete das Publikum als Moderator quer durch den afrikanischen Kontinent. Eine Reise, bei der Schlagwerk und Percussion-Register mehr als sonst gefordert waren, damit der Geist Afrikas auch in Nottuln spürbar wurde. Mal ging es um den heißen Sand der Wüste, mal wurde Halt gemacht bei den Bewohnern der Steppe, oder man mischte sich unter die kleinen und großen Tiere am Wasserloch. Mal waren die Melodien fröhlich und beschwingt, mal ruhig und getragen.
Filmmusiken aus „Out of Africa“ oder das von Phil Collins für das Musical „Tarzan“ geschriebene „You‘ll be in my heart“ waren unter anderem dabei. Natürlich fehlte auch der „König der Löwen“ nicht. Und mit geschlossenen Augen war anschließend der Einstieg in den Song „Africa“ der Gruppe Toto, in dem es heißt „I bless the rains down in Africa“, kaum von echtem Regen zu unterscheiden.
Die Sängerinnen und Sängern des Chores „Da Capo“ aus Darup hatten unter der Leitung von Ruth Laubrock schmeichelnde Weisen zum Genießen mitgebracht, wie Co-Moderator Michael Nieborg ankündigte. Im Wechsel mit den Instrumentalisten schmeichelten sie sich etwa mit „Can you feel the love tonight“, von Leonard Pröbsting am Flügel begleitet, in die Ohren der begeisterten Zuhörer.
Nach Liedern der Gäste ging es weiter mit dem Jugendorchester, das an diesem Abend eindrucksvoll bewies, dass der BMV-Nachwuchs, auch betreut von Heinz Schaffeld, nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ sehr gewachsen ist. So machten die jungen Musiker einzelne Themen aus dem Landstrich „Serengeti“ mit Musik von John Higgins hörbar. Jazzflair brachten sie mit dem Klassiker „Caravan“ von 1936 auf die Bühne.
 Von Heinz Schaffeld als ihrem Dirigenten verabschiedete sich – für ihn überraschend – das Jugendorchester an diesem Abend mit dem Song „Born to be wild“. Dazu wurde ein Video gezeigt, das an einem Chorwochenende mit Schaffeld entstanden war und nun auch die Konzertbesucher amüsierte.


Vorsitzender Christoph Berghaus überreichte als Zeichen des Dankes Blumen an den Dirigenten und dessen Ehefrau sowie an „Da Capo“-Leiterin Ruth Laubrock. Und vom Publikum bekamen Heinz Schaffeld und alle anderen Akteure ganz viel begeisterten Applaus. Da mochten die Besucher auch nach der Zugabe von Chor und Orchester mit „Patta Patta“ noch nicht nach Hause gehen. Aber kurz vor 23 Uhr war dann mit dem kleinen Löwen, der König sein will, Schluss. Schließlich wurde so langsam selbst der kleine Löwe müde.

Nottuln - „Machen sie diesem Mann den Abschied von der Blasmusikvereinigung Nottuln auf keinen Fall zu leicht“, bat der 1. Vorsitzende Christoph Berghaus am Samstag die Konzertbesucher in seiner Begrüßung.

Denn zum letzten Mal schwang Heinrich Schaffeld bei einem BMV-Konzert dieser Art den Taktstock. Nach mehr als 14 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit möchte Schaffeld den Dirigentenstab im Sommer in andere Händen geben. Eine Entscheidung, die die BMV sehr bedauert.
Bürgermeister Peter Amadeus Schneider betonte, „dass die BMV hier mit Heinz Schaffeld einen tollen Dirigenten gehabt hat“. Ein Orchesterleiter, der grundsätzlich solange mit den Musikern geübt habe, bis die Stücke saßen. Und dabei habe Schaffeld für jede Musikerin und jeden Musiker, sowohl für „alte Hasen“ ebenso wie für Neulinge, einen Platz im Haupt- oder Jugendorchester gefunden, hob Michael Denter hervor. Als Moderator des Abends wurde der 2. Vorsitzende nicht müde, den geschätzten Dirigenten darauf hinzuweisen, dass der immer wieder reich gespendete Applaus der seine sei. Und wie sehr Heinrich Schaffeld geschätzt wird, verdeutlichten auch die Grußworte, die Orchestermitglieder und Konzertgäste in der Pause auf ausliegenden Karten vermerkt hatten.

Beide Artikel von Marita Strothe

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