Oktober - Der neue Mann am Taktstock

Presseartikel aus den Westfälischen Nachrichten vom 23. Oktober über Martin Schlömer, den neuen Dirigenten der BMV.

Nottuln - Martin Schlömer ist der neue Dirigent der Blasmusikvereinigung Nottuln. Der Nachfolger von Heinz Schaffeld freut sich riesig darüber, dass er nach einem breit angelegten Bewerbungsverfahren von den Musikern gewählt wurde.

 

„Auf den ersten Blick passen wir gut zusammen. Und ich hoffe, dass das auch auf den zweiten Blick so bleiben wird.“ Bei diesen Worten erntet Christoph Berghaus, der Vorsitzende der Blasmusikvereinigung Nottuln, ein deutlich zustimmendes Nicken von Martin Schlömer. Der 44-Jährige ist der neue Dirigent der BMV und freut sich sehr darüber: „Das ist hier genau das, was ich gesucht habe.“

Martin Schlömer ist der Nachfolger von Heinrich Schaffeld, der nach mehr als 14 Jahren erfolgreicher Arbeit den Taktstock in andere Händen geben wollte. Und weil Schaffeld, der weiter als Instrumentallehrer für die BMV tätig bleibt, seinen Abschied lange im Voraus angekündigt hatte, blieb dem Verein jede Menge Zeit, ein intensives Bewerbungsverfahren durchzuführen. Im Frühjahr schrieb die BMV die Stelle aus. Mit unerwartet großem Erfolg. Sage und schreibe 20 interessierte Dirigenten, Profis wie Amateure, meldeten sich. „Kein schlechtes Zeichen für den Ruf des Orchesters“, freut sich Berghaus.

Vor den Sommerferien wurden die Bewerbungsgespräche geführt, nach den Ferien vier ausgewählte Kandidaten zu Probedirigaten eingeladen. Martin Schlömer war einer von ihnen. „Direkt nach den Ferien laufen Proben oft nur schleppend an“, weiß er aus Erfahrung. „Deshalb war ich positiv überrascht, dass die Beteiligung und das Engagement so groß waren. Das war total schön.“

Dieser positive Eindruck war offensichtlich nicht nur einseitiger Natur. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sprachen sich die Musiker für Schlömer als ihren neuen Leiter aus. „Dass beim Bewerbungsverfahren alle Musiker mitentscheiden konnten, fand ich richtig gut. So weiß ich, dass nicht nur der Vorstand, sondern alle mit mir zusammenarbeiten wollen.“ Auch das Jugendorchester war am Entscheidungsprozess beteiligt, betont Berghaus, schließlich leitet der Dirigent bei der BMV auch das Nachwuchsensemble.

Martin Schlömer lebt in Dortmund, ist verheiratet und hat drei Kinder. Zur Musik kam er mit zehn Jahren, seitdem spielt er in verschiedenen Ensembles. Sein Instrument ist die Tuba. Der Laienmusiker hat sich das Dirigieren an der Landesmusikakademie in Heek und an der Bundesmusikakademie in Trossingen beibringen lassen. In Dortmund leitet er ein kleines Kirchenorchester und ist Vizedirigent in einem großen symphonischen Orchester. „In beiden Ensembles habe ich wegen der Größe beziehungsweise als Stellvertreter kaum Möglichkeiten, gestalterisch tätig zu werden“, erklärt er. „Bei der BMV kann ich genau das jetzt tun. Darauf freue ich mich sehr.“

Dass der neue Mann am Taktstock voller Elan ist, haben die Musiker schon gemerkt. Das Weihnachtskonzert hatte die BMV zur Disposition gestellt. „Wenn Martin das wegen der Kürze der Vorbereitungszeit noch nicht hätte machen wollen, dann hätten wir es in diesem Jahr einmal ausfallen lassen“, erzählt Christoph Berghaus. Doch Schlömer wollte und will. Und so übt er mit dem Jugendorchester und dem Hauptorchester bereits fleißig für die Traditionsveranstaltung, die in diesem Jahr früher als gewohnt, nämlich schon am 22. Dezember (Sonntag) um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Martinus stattfindet. Am 5. Januar (Sonntag) um 17 Uhr wird das Programm dann noch einmal in der St.-Jakobi-Kirche in Coesfeld gespielt.

Martin Schlömer wird dabei nicht nur darauf bauen können, dass die Musiker ihr Bestes geben werden. Er wird sich bei seiner neuen Aufgabe in Nottuln auch auf seinen Vorgänger verlassen können. „Heinz Schaffeld hat mir seine Hilfe und Unterstützung angeboten.“

Von Frank Vogel

 

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