Dezember - BMV-Nachwuchs zeigt Können

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 16.12.2015

Im Gymnasium Nottuln vibrierte am Sonntag die Luft. Aus allen Himmelsrichtungen, in den Fluren, aus den Nebenräumen, ja sogar aus den Garderoben drang Musik. Hier blies Christiane Treige neben ihrer Lehrerin Ulrike Gerlach eindrucksvolle Melodien auf ihrem Tenorsaxofon. „Ja, staunen Sie nur“, unterbrach sie kurz. „Ich bin sicher die älteste Schülerin im Saal. Aber ich habe erst in diesem Jahr meine musikalische Ausbildung begonnen.“ Und ein Saxofon habe es schon sein müssen, lacht sie: „Für eine Piccoloflöte wäre ich ja wohl zu groß, oder?!“

Es war der Sonntag der Blasmusikvereinigung (BMV) Nottuln. Vormittags probten die Großen für ihr Weihnachtskonzert am kommenden Sonntag (20. Dezember) in der Pfarrkirche St. Martinus (Beginn ist um 17 Uhr). Später gesellte sich das Jugendorchester dazu. Und schließlich war es der Nachwuchs, mehr als 50 Musiker an der Zahl, der an diesem Tag den Eltern und Großeltern, vor allem aber den „Großen“ der BMV einmal zeigen wollte, wie weit er es mit seinen Talenten schon gebracht hat.

Toll, wie die kleinen Blockflötenspieler schon nach kurzer Zeit gelernt haben, kleine Melodien zu spielen. Bekannte Weihnachtslieder waren darunter. „Jingle Bells“ bekam den ersten großen Beifall. Wobei Lehrerin Bettina Lackmann fast schon so aufgeregt wie ihre kleinen Musikschüler schien. Doch die Nervosität legte sich von Auftritt zu Auftritt. Und dann wusste das aufmerksam lauschende und mehr und mehr in Begeisterung geratende Publikum auch bald: „Süßer die Glocken nicht swingen, als in Nottuln zur Weihnachtszeit.“

Es blieb nicht nur bei weihnachtlichen Tönen. Die „Birdies“ – so nennen Musiker die jungen Saxofonspieler im Gedenken an einen der besten Jazz-Saxofonisten aller Zeiten, Charly „Bird“ Parker – trumpften im Forum auch klassisch auf.

Zuvor allerdings bestimmten noch die Querflöten von Rustem Sakhabiev den Weihnachtssound im Forum. Danach stellten sich die Posaunenschüler von Franz Schmittker, die Trompetenschüler von Norbert Frye-Welp und die Klarinettenschüler des ehemaligen BMV-Dirigenten Heinz Schaffeld vor. Schließlich kamen auch die Rhythmiker von Wolfgang Fuchs zu Ehren, die ihr Können an Schlagzeug, Xylofon und Marimbafon bewiesen.

Zum großen Finale trat dann das Jugendorchester an. Mit Irving Berlins unvergessenem „I‘m dreaming of a white Christmas“ setzte Dirigent Martin Schlömer mit seiner jungen Musikergarde einen glanzvollen Schlusspunkt unter einen klangvollen Nachmittag.

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