Presseartikel aus 2022

September - Projekt „BMV macht Schule“ ist gestartet

Presseartikel aus den Westfälischen Nachrichten vom 24.09.2022


Nottuln - Das Projekt „BMV macht Schule“ hat begonnen. In der Daruper Sebastianschule und in der Astrid-Lindgren-Schule sind Musikerinnen und Musiker aufgetreten und haben auf kindgerechte Weise das Interesse der Mädchen und Jungen geweckt.

Mehr als 150 Schülerinnen und Schüler der Sebastian-Grundschule in Darup und der Astrid-Lindgren-Grundschule in Nottuln erlebten am Mittwoch einen spannenden Auftakt des Projekts „BMV macht Schule“. Hellwach genossen sie das durch ein Holzbläserquintett intonierte „Morgenstimmung“ von Edvard Grieg und fühlten die durch die Musik ausgedrückte Atmosphäre der erwachenden Natur mit. Neugierig geworden durch die Livemusik, löcherten die Kinder die Musiker mit Fragen über die Funktionsweisen der Instrumente und lernten so unter anderem, warum der Ton bei einer Querflöte anders erzeugt wird als bei einer Klarinette, einer Oboe oder einem Fagott.

Spannend wurde es beim Musikmärchen „Peter und der Wolf“, bei dem die Kinder herausfinden sollten, welches Instrument, versteckt hinter dem Vorhang gespielt, welche Figur darstellt. Hier zeigte sich die gute Vorbereitung der Schulen, denn natürlich wurden die Klänge von den Kindern richtig zugeordnet, berichtet die Blasmusikvereinigung.
Spannende Quizfragen zu „Peter und der Wolf“



In der nächsten Woche wird das Projekt, das durch die Kulturförderung der Gemeinde Nottuln gefördert wird, fortgesetzt: Ein Blechbläserquintett wird die beiden Schulen besuchen. Im Anschluss daran veranstaltet die BMV am Freitag (30. September) ein Instrumentenkarussell im Rupert-Neudeck-Gymnasium, bei dem die vorgestellten, aber auch viele andere Instrumente ausprobiert und Fragen zum Erlernen eines Ins­truments durch Instrumentallehrer und Experten der BMV beantwortet werden.

Wer eine erste Wahl für ein Instrument getroffen hat, kann nach den Ferien einen vierwöchigen Schnupperkurs zu Schnupperkonditionen besuchen. Für die Kurse stellt die BMV die Instrumente kostenlos zur Verfügung. Ansprechen möchte die BMV mit ihrem Angebot insbesondere alle Kinder ab dem 2. Schuljahr. Eine Anmeldung zum Infonachmittag ist nicht erforderlich.
Schnupperangebot für Kinder

Der Informationsnachmittag findet am Freitag von 16.30 bis 18.30 Uhr im Pavillon 6/7 des Gymnasiums statt. Präsentiert werden Posaune, Trompete, Horn, Tuba, Euphonium, Saxofon, Fagott, Oboe, Klarinette und Querflöte. Die Schnupperkurse starten nach den Herbstferien, dauern vier Wochen und werden zum Preis von 35 Euro angeboten.

Die Instrumentenmiete entfällt für die Dauer des Schnupperkurses. Für Fragen ist die BMV telefonisch dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 18 bis 20 Uhr unter 0 25 02/ 2 29 97 64 sowie jederzeit per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) erreichbar.

Februar - Mitgliederversammlung der Blasmusikvereinigung

Presseartikel aus den Westfälischen Nachrichten vom 25.02.2022


Nottuln - Die Blasmusikvereinigung kann mit Recht stolz auf ihr Projekt zur musikalischen Bildung sein. Die Resonanz, so hieß es auf der Mitgliederversammlung, sei groß. Dennoch gibt es zwei Probleme.

Die Blasmusikvereinigung (BMV) Nottuln blickte jetzt bei ihrer Mitgliederversammlung auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, war 2021 durch zahlreiche Aktivitäten und große Veränderungsprozesse in der BMV geprägt. Zu diesem Ergebnis kamen die Vorsitzenden Nils Walter und Jürgen Schulze Tilling in ihrem Jahresbericht.

2021 stand zum großen Teil im Zeichen des Projektes „Ausbau der musikalischen Bildung in Nottuln“, das mit finanzieller Förderung des Leader-Programms und der Gemeinde Nottuln durchgeführt wird. „Es ist eine große Freude zu sehen, wie die vielfältigen Maßnahmen zum Ausbau der musikalischen Bildung in Nottuln ihre ersten Früchte hervorbringen. Wer nachmittags über den Schulhof des Rupert-Neudeck-Gymnasiums schlendert, erlebt unmittelbar, wie lebendig es rund um den Pavillon 6/7 zugeht, in dem 65 Kinder an der elementaren Musikerziehung teilnehmen und viele andere auf dem Weg zu ihrem Horn-, Fagott-, Klarinetten-, Posaunen- oder Oboenunterricht sind“, schwärmte Nils Walter.
Große Veränderungsprozesse und viele Aktivitäten

Und genau das ist das Ziel des Projektes und der vielfältigen Maßnahmen: Die Elementare Musikerziehung wurde neu aufgebaut, zahlreiche zusätzliche Lehrkräfte in auch bislang nicht besetzten Fächern wie Fagott, Oboe oder Horn konnten für den Instrumentalunterricht gewonnen werden. „Vom dritten Lebensjahr an bis zum Ende der Schulausbildung haben wir nun ein geschlossenes Ausbildungssystem anzubieten“, so Walter.

Immer schwieriger stelle sich allerdings die Akquisition von geeigneten Lehrkräften dar. Viele Lehrkräfte an kommunalen Musikschulen würden dank vom Land NRW zusätzlich bereitgestellter Mittel zurzeit durch die Kommunen in feste Anstellungsverhältnisse übernommen. „Das Land hat während der Corona-Krise erkannt, wie wichtig die musikalische Bildung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist. Das ist positiv zu bewerten, kann aber die Möglichkeiten von in der Ausbildung tätigen Musikvereinen wie der BMV, die keine Festanstellungen darstellen können, einschränken.“

Schon nach gut einem halben Jahr Projektlaufzeit verzeichnet die BMV deutlich mehr Zuspruch zu ihrem außerschulischen Bildungsangebot. Einen wichtigen Beitrag leisten dabei die beiden Schülerorchester, die jeweils dienstags im Gymnasium proben. „Das gemeinsame Musizieren mit Gleichaltrigen ist etwas ganz Besonderes. Wenn das eigene Können einfließt in den Klang eines ganzen Orchesters, sind das Gänsehautmomente. Auf solche einzigartigen Erfahrungen arbeiten unsere Schülerinnen und Schüler hin“, so Jürgen Schulze Tilling.
Lehrkräfte und Raumkapazitäten werden knapp

Hinweisen musste der Vorsitzende die Versammlung angesichts wachsender Schülerzahlen allerdings darauf, dass die begrenzten Raumkapazitäten im Gymnasium – auch wegen des Vorrangs des Schulbetriebs – mittelfristig nicht ausreichen werden und die BMV daher nach weiteren Musikräumen Ausschau halten muss, an denen der Unterricht zusammengefasst werden könnte. Neben der Verfügbarkeit von Lehrkräften sei die mittelfristige Klärung der Raumfrage der zweite Schlüsselfaktor für das Gelingen des Projektes.

Neben dem Ausbildungsthema standen der Bericht über die solide Finanzlage der BMV, die Neuwahl von Jonas Henke als weiterem Vorstandsmitglied und ein Ausblick auf die Konzerte und Auftritte der Orchester auf der Tagesordnung. Freuen können sich Musikfreunde schon jetzt auf ein besonderes Konzert mit dem Blasorchester der BMV, das am 20. März (Sonntag) in der Reihe „Finde dein Licht“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in der Nottulner Pfarrkirche aufgeführt wird. Gemeinsam mit dem Organisten Daniel Gerlach und einem Sopranistinnenchor probt das Orchester zurzeit unter der Leitung des eigens für dieses Projekt engagierten Dirigenten Norbert Fabritius an der „Missa brevis“ des Komponisten Jacob de Haan. Den Anstoß für dieses Konzert gab die Nottulnerin Margarete Rademacher, die sich auch um die finanzielle Unterstützung durch die Kulturförderung der Gemeinde Nottuln bemüht hat.

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