April - Pressebericht BMV-Konzert

Preseartikel aus den Westfälischen Nachrichten vom 08.04.2019 über das BMV-Konzert; erschienen unter der Überschrift "Ferne Welten begeistern"

Nottuln - So schön kann es sein, musikalisch zu „Fernen Welten“ zu reisen. Die Blasmusikvereinigung begeisterte am Samstagabend mit ihrem Frühjahrskonzert. Gleich drei Ensembles bestritten das Programm.

Was für ein schöner Konzertabend! Mit Standing Ovations bedankte sich am Samstagabend das Nottulner Publikum bei der Blasmusikvereinigung (BMV) Nottuln für ein wunderschönes Frühjahrskonzert in der Mehrzweckhalle am Gymnasium. Gut aufgelegte Ensembles und Dirigenten, abwechslungsreiche Stücke, dazu menschliche Momente und ein Publikum, dass all das einfach nur genoss und mit Beifall nicht sparte, ließen das erste Frühjahrskonzert nach dreijähriger Pause zu einem großen Erfolg werden.

Rund 280 Zuhörer waren gekommen, um sich in „Ferne Welten“ entführen zu lassen, so das Konzertmotto. Das Moderatorenduo Michael Denter und Jan Philipp Pöter führte souverän und informativ durch das Programm, das mit dem Auftritt des jungen Vororchesters unter der Leitung von Norbert Frye-Welp begann. Für den Nachwuchs der BMV war es der erste Auftritt in der großen Halle. Und die Jungen und Mädchen ernteten viel Applaus, als sie das Publikum in den „Jurassic Park“ entführten oder zur „House Party“ einluden.

Vielen Musikfreunden gut bekannt ist das Jugendorchester der BMV, das am Samstag unter der Leitung des jungen Nils Walter wieder einmal beste Werbung für sich machte. Gefühlvoll wurde John Higgins Werk „Pueblo“, das den Pueblo-Indianern und ihrer Naturverbundenheit gewidmet ist, zu Gehör gebracht. Sehr dynamisch agierte das Jugendorchester beim „Shadow Dancer“ von Michael Oare, um anschließend dem Publikum zu vermitteln, „How to train your dragon“. Dabei ging es um die Wikinger der Insel Berk und ihre Drachen. Allesamt Melodien, die das Publikum begeisterten. Und ein schönes Bild war es, als Vor- und Jugendorchester gemeinsam für eine Zugabe auftraten.

Den Schwerpunkt des Abends setzte das große Blasorchester der BMV unter der Leitung von Wolfgang Hoerning, der im März 2018 das Dirigat übernommen hat. Getreu dem Motto „Ferne Welten“ ging es mit „Mountain Panorama“ von Manfred Schneider in die alpine Bergwelt, um anschließend nach Mittelerde aufzubrechen. Johan de Meij hat zur „Herr der Ringe“-Trilogie eine ganze Sinfonie mit fünf Sätzen geschrieben. Mit dem Satz „Hobbit“ hatte sich das Blasorchester ein sehr anspruchsvolles und gefühlvolles sinfonisches Werk ausgesucht, für das es viel Beifall erhielt.

„Ferne Welten“, das trifft ja nun auch auf Großbritannien zu. „Fantasy on a British Sea Songs“, Seemannslieder von Sir Henry Wood arrangiert, und das bekannte „Land of Hope and Glory“ aus „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar bildeten einen schönen Kontrast.

Wie vielfältig die Nottulner Blasmusikvereinigung aufgestellt ist, zeigte auch der Ausflug zu den „Guardians of the Galaxy“ sowie nicht zuletzt der Hit-Mix am Schluss: Die „80er-Kult-Tour“ entpuppte sich als ein begeisterndes Medley mit den Ohrwürmern „Skandal im Sperrbezirk“, „Ohne Dich schlaf ich heut nach nicht ein“, „1000 und eine Nacht“, „Sternenhimmel“ und „Rock me Amadeus“. Da durfte manch älterer Zuhörer sehnsüchtig an seine Jugend zurückdenken.

Das Publikum ging begeistert mit. Wahrlich ein furioses Finale. Toll gemacht!

Von Ludger Warnke, WN
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